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Kollegen, die uns Ende letztes Schuljahr verlassen haben.
Frau Christine Diez verlässt die Rheingauschule
und geht in den Vorruhestand
35 Jahre unterrichtete Frau Diez mit Bravour Musik und Deutsch an der Rheingauschule.
Wie nicht anders zu erwarten, war ihr die Musik schon in die Wiege gelegt, so konnte man im „Wiesbadener Tagblatt“ 1990 lesen, dass sie sich „als kleine Göre von sieben Jahren in den Kopf gesetzt hatte, zum Ballett zu gehen“. Aber auch Schauspiel- und Opernfach faszinierten sie. Schließlich entschied sie sich doch – zum Glück für die Rheingauschule – für das Lehramt am Gymnasium und studierte Musikwissenschaft, Musikerziehung sowie Germanistik und Philosophie.
In der langjährigen Tätigkeit an der Rheingauschule brillierte sie mit ihren professionellen Bühnenproduktionen und riss Generationen von Schülern, Eltern und Lehrern zu Begeisterungsstürmen hin. Ihr Name wird immer mit der von ihr 1980 ins Leben gerufenen MuTh verbunden sein.
Über Unterricht und Theater hinaus engagierte sich die charmante und intellektuell scharfsinnige Rothaarige in Personalrat, Schulkonferenz, bei der Durchführungen von Projektwochen und anderen schulpolitischen Veranstaltungen.
Herr Wilhelm verlässt die Rheingauschule
und geht in den Vorruhestand
Auch Herr Wilhelm agierte 35 Jahre lang virtuos mit seinen Fächern Musik und Deutsch an der Rheingauschule. Bei den Weihnachtskonzerten, 33 Stück an der Zahl, dirigierte er Hunderte von Schülern meisterlich („Meister Wilhelm“) und hatte immer ein fröhliches Lachen auf den Lippen. Die Brille trug er (Herr Wilhelm, das „Vierauge“) vorzugsweise knapp über der Stirn, nämlich am Haaransatz. Als Organist bei Schulmessen, als Dirigent und Chormeister bei Weihnachtskonzerten sowie als Pianist und Dompteur im Lehrerchor schaffte er es immer wieder, den musikalischen Geist der Rheingauschule zu beschwören.
Auch ihm wurde die Musik in die Wiege gelegt: Der Großvater war Geiger in einer Bordkapelle auf einem Überseeschiff, der Vater begeisterter Akkordeonspieler; die ganze Familie traf sich zum gemeinsamen Musizieren. Mit fünf Jahren erlernte er Klavierspiel und Orgelspiel.
Wie Frau Diez engagierte er sich mit viel Herz in den Gremien der Rheingauschule und konnte durch seine Wärme und Herzlichkeit manche Polarisation vermeiden.
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